World Mental Health Day 2018

 

Der World Mental Health Day wurde von der World Federation of Mental Health ins Leben gerufen, um das Bewusstsein und die Akzeptanz für mentale Gesundheit und psychische Störungen zu steigern und gegen DIskriminierung vorzugehen. Dieses Jahr fokussiert er jungendliche und junge erwachsene Betroffene.

Jährlich erkrankt jeder vierte Erwachsene und jedes zehnte Kind an einer psychischen Störung. Statistiken besagen, dass sich die Kosten, welche aufgrund von psychischen Krankheiten entstanden sind, von circa 2.5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010 bis 2030 mehr als verdoppeln. Über 16% der jährlichen Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland entfallen auf psychische Störungen – damit liegen diese neben Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (21,8%) auf Platz 2 der Ursachen für Arbeitskraftausfälle. Laut einer Studie der Bundestherapeutenkammer (2018) liegen die Wartezeiten für einen Behandlungsplatz für Psychotherapie aktuell durchschnittlich bei 19,9 Wochen. Die Spanne erstreckt sich zwischen durchschnittlich 13,4 Wochen in der Landeshaupstadt Berlin und 29,4 Wochen im Ruhrgebiet.

Zahlen, die stetig steigen.

Trotz der steigenden Aufmerksamkeit bezüglich des Themas mentaler Gesundheit (nicht zuletzt aufgrund prominenter Erkrankter, wie Elton John (Bulimie), Robin Williams (Depressionen), Leonardo DiCaprio, (Zwangsstörung), Demi Lovato (bipolar affektive Störung), Woody Allen (Panikstörung) – die Liste ließe sich noch lange fortführen) und damit verbundenen versuchten Aufklärung und Enttabuisierung, sind psychische Erkrankungen noch immer mit vielen Stigmata und Tabus behaftet. Oftmals gelingt die Aufklärung über die sozialen Medien und Serien/Filme (hierzu gibt es eine dreiteilige Reihe auf unserem Blog) nicht gänzlich, da die dargestellten Symptome selbst nur stereotypisch Stigmata entsprechen, die sich mal mehr und mal weniger nah an der Realität bewegen. In unserer heutigen Gesellschaft wird an vielen Stellen das Gefühl vermittelt, man müsse immer stark sein, immer alles im Griff haben und, wenigstens nach außen, immer die gute Miene zum bösen Spiel aufsetzen. Keiner darf sich überfordert fühlen oder seine Emotionen nicht im Griff haben. Dabei ist es gerade genau das, was uns zu Menschen macht: wir sind nicht perfekt. Und wer das Gefühl bekommt, Hilfe zu brauchen, sollte sich diese unbedingt holen! Denn nur so kann es besser werden und man selbst sich wieder von innen stärken, um den täglichen Aufgaben gewachsen zu sein, die sein Leben mit sich bringt. Ob persönlich, per Video, Telefon, Chat oder E-Mail, per Wunsch auch anonym – unsere Berater sind gerne jederzeit für Euch da!

Deshalb ist der 10. Oktober jeden Jahres der #WorldMentalHealthDay. Ein Tag zur Aufklärung über und Entstigmatisierung und -tabuisierung von psychisch Kranken und ihren Krankheiten. Macht mit!

 

 

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