#hörenlesensehen – Filme Oktober 2018

Willkommen zum letzten Teil des neuen Formats #hörenlesensehen – heute mit zwei Filmen für Euch.

Hinweis: Manche der auf diesem Blog erwähnten Medien können einen triggernden Effekt haben, insbesondere wenn Ihr an einer der porträtierten Störungen leidet, daher bitten wir darum, sie mit Vorsicht zu genießen, gegebenenfalls diese Internetseite zu verlassen oder das Hören, Lesen oder Anschauen des fraglichen Tipps zu unterbrechen und sich Hilfe zu holen (schaut auch gerne, ob einer unserer Therapeuten gerade online ist).

Schattenzeit – Ein Dokumentarfilm von Gregor Theus

Über zwei Jahre lang werden die drei Protagonisten Olaf, Maria und Mona in der Berliner Charité bei ihrem Kampf aus der Depression begleitet. Die Krankheit hat ihnen jeglichen Lebensmut genommen.
Olaf war Boxer und jahrelang auf Montage – man denkt auf den ersten Blick nicht, dass dieser Mann von Depressionen betroffen ist. Doch ein schwerer Unfall wirft sein Leben aus der Bahn. Einen ganz anderen Blickwinkel auf diese Krankheit bekommt man durch Maria, einer jungen Studentin. Sie war in einem solchen Ausmaß mit dem Leben überfordert, dass sie sich schließlich nach einem Jahr voller Antriebslosigkeit und Traurigkeit in Behandlung begibt. Maria, ehemalige Krankenschwester, leidet an der schwersten Form der Depression. Bisher hat keine Behandlungsmethode bei ihr angeschlagen.
“Schattenzeit” hebt sich von anderen Dokumentationen ab – auf die sonst so häufigen Fakten und erklärenden Kommentare wird hier gänzlich verzichtet. Die Stille, die Nachdenklichkeit und die Tristesse sollen für sich alleine sprechen und den Zuschauer möglichst real an die Thematik heranführen.
In der Dokumentation wird außerdem auf die Therapiemöglichkeiten durch Elektrokrampftherapie (EKT) und Tiefenhirnstimulation eingegangen und aufgeklärt.

The Happy Film

Dem angesagten österreichischem Grafikdesigner Stefan Sagmeister geht es gut. Wenn den Geld und Erfolg allein zum ultimativen Glück führen würden. Aber, da muss doch noch mehr sein? Also begibt er sich auf seine individuelle Suche nach dem Glück. Kann man seine eigene Persönlichkeit umdesignen und so zu einem glücklicheren, positiveren Menschen werden?
Systematisch geht er drei Methoden nach: Meditation, kognitiver Therapie und Psychopharmaka. Jeweils drei Monate lang probiert er jede Methode aus. Diese hat er aus dem Buch “The Happiness Hypothesis” des Psychologen Jonathan Haidt.
Im Verlauf von sieben Jahren begleitet man Sagmeister praktisch einmal um den Globus – von seiner Wohnung in New York bis zum Meditieren in Bali. Natürlich ist das nicht unbedingt etwas, was ein durchschnittlicher Mensch mal so eben tun kann, um sich selbst glücklicher zu machen. Genauso, wie manche Stefan Sagmeisters Probleme in “The Happy Film” wohl als “first world problems” titulieren würden. Doch darum geht es nicht: relevant ist die Erkenntnis, dass man sich selbst immer weiterentwickeln kann und sollte. Und die eigene Unzufriedenheit in die Hand nehmen muss, damit sich überhaupt etwas ändern kann.

Beim Anschauen der Filme, insbesondere des ersten, habt Ihr gemerkt, dass Euch im Alltag ähnliche Probleme begegnen? Ihr fühlt Euch leer, traurig, antriebslos?
Auf mentavio könnt Ihr einfach, schnell und sicher über 250 Therapeuten erreichen, mit denen Ihr über Eure Probleme reden könnt.
Wenn Ihr mehr über Depressionen wissen wollt, könnt Ihr hier weitere Informationen finden.

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