Heute ist Welt-Alzheimertag!

Alzheimer bedeutet mehr als nur Vergessen. Seit dem Jahr 1994 veranstaltet die britische Dachorganisation Alzheimer’s Disease International (ADI) den Welt-Alzheimertag am 21. September eines jeden Jahres – und erklärt seit 2012 den gesamten Monat September, dieses Jahr also bereits zum 7. Mal, als Welt-Alzheimermonat. Die ADI engagiert sich in dieser Zeit verstärkt für die Aufklärung über diese weit verbreitete, mit Stigmata behaftete Krankheit. Viele Menschen haben Vorurteile, die auf einem vagen (Schein-)Wissen über Alzheimer fußen.

Laut der ADI beurteilen 2 von 3 Befragten, dass kaum ein bis gar kein Wissen über Alzheimer in ihren Heimatländern herrscht. An dem Welt-Alzheimermonat September kann sich jeder beteiligen. Ob Privatperson, Verein oder Firma – die ADI stellt gerne Informationsmaterial zur Verfügung oder den Kontakt zu den Veranstaltern eines ortsnahen Events her, an dem man sich beteiligen kann, wenn man sich gerne engagieren möchte, ohne, dass man selbst ein Event ins Leben rufen kann. Kommen Sie über diesen Link mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in Kontakt und erkundigen Sie sich, wie und wo Sie sich engagieren können!

 

Was nun ist Alzheimer eigentlich genau?

 

Oft werden die Begriffe synonym verwendet, doch Alzheimer ist nicht gleich Demenz, sondern die häufigste Form davon.

Namensgeber der Krankheit ist der deutsche Arzt Alois Alzheimer, der 1906 erstmals über sie geschrieben hat. Die Bezeichnung Morbus Alzheimer, welcher man ebenfalls begegnet, wird aus dem Lateinischen abgeleitet, wo morbus Krankheit bedeutet. Häufig tritt Alzheimer in einem hohen Lebensalter auf. Diagnostisch wird zwischen dem Krankheitsbeginn vor bzw. nach dem 65. Lebensjahr differenziert. Die Ursache der Alzheimer-Krankheit bzw. Alzheimer-Demenz ist auf Gehirnveränderungen in Form von einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen zurückführbar. Daher bezeichnet man sie als neurodegenerative Krankheit. Dieser Nerventod unterbricht die Informationsweiterleitung im Gehirn. Das Gehirn es betroffenen Gehirns kann im Verlauf der Erkrankung bis zu 20% schrumpfen (mehr zu den neurobiologischen Grundlagen hier). Eine Alzheimer-Demenz kann sich bis zu einer Persönlichkeitsveränderung des Betroffenen entwickeln, oft scheinen sie in ihrer eigenen Welt zu leben.

Alzheimer ist nicht heilbar, aber je geistig aktiver jemand ist, desto unwahrscheinlicher wird in der Regel ein (früher) Krankheitseintritt. Der Krankheitsfortschritt kann mit entsprechender Therapie und medikamentöser Behandlung verlangsamt werden. Manchmal nehmen die Betroffenen oder Angehörigen abseits von der medizinischen und Physiotherapie auch psychologische Hilfe in Anspruch, um mit der Diagnose und ihren Konsequenzen besser zurecht zu kommen. Eine professionelle Beratung mit jemandem, der sich mehr Zeit als der behandelnde Arzt nehmen und auf die individuellen emotionalen Bedürfnisse und Sorgen besser eingehen kann, kann neue Kraft schöpfen und zu erkennen helfen, dass trotz Diagnose noch viele erfüllte Jahre erlebt werden können.

Auch Aktionen, wie im Rahmen der Woche der Demenz oder dem Welt-Alzheimertag können gut tun. Der Austausch mit anderen Betroffenen oder Angehörigen, das Engagement als Helfer oder die Teilnahme an einer der vielen Veranstaltungen sind sehr zu empfehlen. Schauen Sie sich bei Interesse den Veranstaltungskalender an und finden Sie interessante Events in Ihrer Nähe: zum Kalender.