Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns keine große Freud’ …

„Last Christmas I gave you my heart“ – doch was ist mit denen, die zur Adventszeit niemanden haben, dem sie ihr Herz schenken können?Weihnachten weckt in vielen das Gefühl der trauten Zweisamkeit, der Besinnlichkeit und auch die Vorfreude auf Gemütlichkeit im engsten Familien- und Freundeskreis.

Doch in Deutschland ist in jedem dritten Haushalt ein Single zuhause, sowohl junge Leute, die allein leben als auch ältere Menschen, die bereits ihren Partner verloren haben. An Weihnachten alleine – für die meisten ein sehr beklemmender Gedanke. Die Folge: Einsamkeit, Melancholie, Rückzug. Insbesondere Einsamkeit ist – wenn sie seit langer Zeit immer wieder auftritt –  wie eine Art Nährboden für viele psychische Krankheiten, unter anderem Depressionen, Angststörungen oder Essstörungen.

Was kann man also tun, um die Weihnachtszeit auch alleine besser zu überstehen und kein Trübsal zu blasen?

  1. Verstehen Sie die Feiertage als Ruhezeit – sozusagen eine Luxuspause für sich selbst. Während andere durch die halbe Republik fahren, um auch ja jede Großtante an Weihnachten zu besuchen, können Sie ganz entspannt tun und lassen was Sie wollen.
  2. Kochen Sie sich selbst ihr liebstes Weihnachtsessen.
  3. Denken Sie nicht, dass alle anderen an diesem Tag plötzlich unglaublich glücklich sind. Auch die Sorgen von anderen sind nicht wie weggepustet, nur weil Heilig Abend ist.
  4. Machen Sie sich Gedanken darüber, mit wem Sie gerne feiern würden. Haben Sie vielleicht Freunde, zu denen Sie gerne gehen würden, sich aber einfach nicht trauen zu fragen? Nur Mut, viele freuen sich, anderen etwas Gutes tun zu können!
  5. Fragen Sie im Bekanntenkreis nach, ob vielleicht jemand an den Feiertagen oder kurz danach auf einen großen Brunch bei Ihnen vorbeischauen möchte. So haben Sie etwas, worauf Sie sich freuen können.
  6. Tun Sie anderen etwas Gutes – und engagieren Sie sich im Krankenhaus, Pflegeheim oder Obdachlosenheim!

Und wenn die Einsamkeit auch über Weihnachten hinaus anhält, ein paar weitere Tipps!

  1. Zu allererst machen Sie sich bitte klar: sich einsam zu fühlen ist keine Schande! Laut Statistischem Bundesamt fühlen sich in Deutschland rund 700.000 Menschen regelmäßig sehr einsam.
  2. Die gute Nachricht: man kann etwas dagegen tun!
  3. Aber: nur Sie selbst können etwas an der Situation ändern! Also verkriechen Sie sich nicht zuhause.
  4. Möglichkeiten, Kontakte zuknüpfen gibt es unter anderem in
    1. Sportkursen
    2. Vereinen
    3. Kochkurse
    4. Näh- und Strickcafes
    5. Lesepatenschaften
    6. Soziales Engagement in der Diakonie, Caritas etc.
    7. auf verschiedensten Plattformen online
    8. Volkshochschule

Sollte die Einsamkeit zu groß werden, Sie mit Ihren Problemen nicht mehr alleine klar kommen oder einfach jemanden zum Reden brauchen sind unsere Berater und Therapeuten auf mentavio jederzeit für Sie da!