Digitalisierung in der Psychotherapie

 

Im Juli diesen Jahres erschien ein Artikel über Online-Therapie im Fachmagazin „Psychotherapeut“ des Springer-Verlages, welcher sich der Definition und Wirksamkeit von Online-Beratung und -Therapie widmete.

Das klassische Therapiesetting der Psychoanalyse, in welchem der Patient auf der Couch liegt und der Therapeut dahinter in seinem großen Sessel sitzt, ist längst nicht mehr das vorherrschende Bild, was die Psychotherapie und psychologische Beratung auszeichnet. Durch die steigende Nachfrage nach Flexibilität nicht nur vonseiten den Arbeitgebern sondern auch Arbeitnehmern, werden mobile Angebote in unserer immer technikaffineren Gesellschaft immer attraktiver. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach professioneller Hilfe beständig, weshalb es nur eine Frage der Zeit war, wann beide Felder fusionieren und internetbasierte Therapie und Beratung angeboten wird.

In dem Artikel werden drei Intensitätsstufen der Online-Intervention unterschieden. Angefangen mit sogenannten psychoedukativen Angeboten, also Internetseiten, die ausschließlich einen informativen Charakter haben über angeleitete Selbsthilfe in Form von Online-Trainings bis hin zu der höchsten Stufe, welche mit mentavio vergleichbar ist. Hier geht es um psychologische Beratung oder Therapie, die von geschultem Personal in direktem Kontakt mit dem Patienten über das Medium Internet durchgeführt wird.

Als mögliche Gründe des Trends hin zu medienbasierter Therapie nennen die Autoren den technischen Fortschritt als solchen und die gesellschaftliche Gewöhnung an die Nutzung dieser Technik sowie die Nachfrage nach psychosozialer Unterstützung, aufgrund derer die Therapieangebote und psychologischen Interventionen vermehrt auf computerbasierte Therapie angepasst werden, um dieser Nachfrage nachzukommen. Die vielversprechende Wirksamkeit dieser Interventionen bietet neuen Nährboden für die Forschung, gesellschaftliche Nachfrage, Neuentwicklung von Behandlungsmöglichkeiten und Verbesserung der angewandten Interventionen.

In 12 Jahren Forschung wurde die Wirksamkeit von Online-Interventionen belegt. Diese erstreckte sich beispielsweise über Personen mit Depression, Glücksspiel, Panik, Sozialer Phobie und Trauer. Außerdem konnte herausgefunden werden, dass Angebote der höchsten Intensitätsstufe deutlich erfolgreicher verliefen als jene untergeordneter Stufen.

Fazit: selbstverständlich kommt es auf jeden Menschen persönlich an, ob internetbasierte Unterstützung für ihn oder sie das Richtige ist. Fakt ist, für jene, die Online-Therapie und Online-Beratung aufsuchen, existiert ein breites Angebot (allein bei mentavio arbeiten rund 250 Psychologen, Psychotherapeuten, Fachärzte und Heilpraktiker für Psychotherapie mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten) und die Wirksamkeit und damit der mögliche Therapieerfolg sind wissenschaftlich untersucht und belegt.

Lesen Sie den Originalartikel hier.