Angst vor dem Alleinsein und emotionale Abhängigkeit

Angst vor dem Alleinsein und emotionale Abhängigkei

Die Angst vor der Einsamkeit oder der emotionalen Abhängigkeit von der Figur des “Anderen” ist nicht so selten, wie manche Menschen denken. Der soziale Kontext, in den wir heute aufgrund von der Corona-Pandemie eingetaucht sind, hat bei vielen Menschen die Angst vor Einsamkeit oder “Alleinsein” hervorgerufen.

Da wir in dieser Zeit der Pandemie so viel Zeit in Isolation verbracht haben, fühlen sich einige von uns einsamer als sonst, und diese Situation erzeugt eine Art Angst und Furcht vor der Zukunft.

Diese Angst ist so weit verbreitet, dass selbst Menschen, die viele Freunde haben und beliebt sind, diese Angst erleben können. Wenn du also schon einmal gedacht hast: “Ich habe Angst vor dem Alleinsein, obwohl ich viele Menschen um mich herum habe, die mich lieben”, dann solltest du wissen, dass dein Fall keine Ausnahme ist.

Die Angst vor dem Alleinsein basiert auf einer Reihe negativer Gedanken über die Zukunft, sie basiert auf etwas, das noch nicht geschehen ist und vielleicht nie geschehen wird, es ist also eine irrationale Angst, die wir versuchen müssen zu kontrollieren. Für viele Menschen hat die Isolation während der Pandemie, der Mangel an emotionalen Beziehungen zu wichtigen Menschen diese Gedanken begünstigt.

So werden Menschen mit dieser Art von Angst von der Vorstellung besessen, dass sie völlig hilflos sind oder werden könnten und nicht in der Lage sind, für immer auf die Gesellschaft, die Zuneigung und das Verständnis eines Menschen zu zählen.

Im Folgenden findest du einige Tipps, die dir helfen, diese Angst durch neue Gewohnheiten zu überwinden, die du nach und nach in deinen Tagesablauf einbauen kannst.

Tipps für den Weg zum Wohlbefinden:

– Höre auf, dich selbst und andere zu verurteilen. Es gibt einige Stigmata, die unseren sozialen Beziehungen schaden und uns von Menschen isolieren, die in unserem Leben wichtig sein könnten. Versuche dich ohne Vorurteile in die Situation hineinzuversetzen, und beobachte wie du dich fühlst.

– Qualität geht vor Quantität, versuche nicht, Dinge zu tun, nur um die Zeit zu vertreiben und dich nicht einsam zu fühlen, mach Dinge die dir wirklich Spaß machen, gehe an Orte an denen du dich gerne aufhältst, und sei mit Menschen zusammen bei denen du dich wohl fühlst.

– Hör auf, Angst vor Ablehnung zu haben, wir sind alle einmal im Leben abgelehnt worden, und das ist nicht schlimm, sieh es nicht als Versagen an, nehme es nicht einmal persönlich.

– Das Alleinsein kann wunderbar sein. Lerne diese Momente zu schätzen, verabrede dich mit dir selbst, such dir Aktivitäten aus, die dir Spaß machen (ein Buch, ein Film, ein Konzert, ein Essen) und gönne dir etwas, schaffe dir Freiräume, und du wirst anfangen, das Alleinsein zu genießen.

Wenn du dich traurig oder deprimiert fühlst, solltest du nie vergessen, dass es viele Berater gibt, die dafür ausgebildet sind, dir zu helfen, und die dir Ratschläge geben können, wie du damit umgehen kannst. Denke daran, dass Wohlbefinden eine Entscheidung ist und dass wir für dich da sind.