Den eigenen Schweinehund überwinden … aber wie?

Motivation – was ist das eigentlich?
Psychologisch gesehen gehören zur Motivation alle Beweggründe, die eine Entscheidung beeinflussen und bestimmte Verhaltensweisen anregen.
Motivation kann dabei entweder aus deinem eigenen Inneren entstehen, dies nennt man auch intrinsische Motivation oder aber durch äußere Faktoren erzeugt werden, was auch extrinsische Motivation genannt wird.

Intrinsische Motivation ist so gesehen also dein innerer Wille. Du handelst, weil du etwas erreichen willst, weil du in einer Sache besser werden möchtest oder weil du überzeugt bist von dem, was du tust. Unter extrinsische Motivation fällt dann sowas wie Lob von anderen bekommen oder Geld verdienen.

Viele Experimente haben herausgefunden, dass intrinsische Motivation langfristig viel stabiler, gesünder und zuverlässiger ist als extrinsische. Du fragst dich jetzt vielleicht warum?
Im Grunde genommen ist die Erklärung ganz einfach: wenn dein gesamter Alltag nur daraus besteht, dass du extrinsisch motiviert wirst, machst du dich ganz schnell von dem Lob und der Bestätigung anderer abhängig. Fehlt diese Anerkennung von außen, sinkt deine Motivation rapide ab und es fällt dir schwer, deinen Aufgaben und Pflichten nachzukommen.

Deine innere Motivation steht dir aber praktisch immer und überall zur Verfügung, egal in welcher Lage du dich gerade befindest. Dadurch bist du unglaublich unabhängig und kannst dich auf dich selbst verlassen. Zudem wird es dir leichter fallen, deine Aufgaben zu erledigen, weil es dir aus innerer Überzeugung Spaß machen wird und du den Prozess bis hin zum Ziel schon als befriedigend erleben wirst. Es wird dir leichter fallen, aufmerksam zu bleiben und dich zu konzentrieren. Mithilfe der intrinsischen Motivation kommen dir die Aufgaben weniger wie eine Bürde vor, sondern eher als Teil deines Selbst, welches du verwirklichen kannst. Anders als bei der extrinsischen Motivation, wo du ausschließlich auf ein bestimmtes Ziel hinarbeitest, um dann den kurzen Moment des Erfolges genießen zu können. Ein hoher Anteil extrinsischer Motivation kann außerdem dazu führen, dass uns Motivationspausen heimsuchen bis hin zur Demotivation. Prokrastination ist dahingehend das Stichwort, was vielen bekannt vorkommen wird.

Doch was kann man tun, um die eigene intrinsische Motivation zu steigern?
Wichtig ist zunächst, dass man sich selbst gut kennt – und das klingt einfacher, als es ist. Doch nur wer ein hohes internes Selbstverständnis hat, weiß, welche Werte und Ziele man persönlich verfolgen möchte, welche Neigungen und Interessen einem Freude bereiten.

Der erste Schritt sollte also sein, sich einmal über sich selbst Gedanken zu machen.

  • Was ist mein persönlicher Antrieb?
  • Welche Werte und Normen möchte ich vertreten?
  • Welche Stärken und Schwächen habe ich?

Um diese Fragen genauer beantworten zu können, gibt es viele Strategien. Manchen hilft es, Pro-Contra-Listen anzufertigen, andere wiederrum können in Gesprächen besser darüber nachdenken. Solltest du zum letzteren gehören, können dir vielleicht unsere Therapeuten und Coaches auf mentavio helfen, dich weiterzuentwickeln und besser ausleben zu können.

Generelle Tipps, um die Motivation aufrechtzuerhalten sind außerdem:

  • Belohnung: Belohn dich mit etwas, was dir guttut, wenn du eine Etappe beziehungsweise ein Ziel erreicht hast.
  • Pausen: Auch wenn die Gesellschaft uns suggeriert, immer möglichst schnell und effizient arbeiten zu müssen, sind wir nun mal keine Roboter. Außerdem haben genügend Studien bewiesen, dass die Konzentration nach einer Pause wieder deutlich angesteigt.
  • Aktiver Lebensstil: Darunter fällt nicht nur, wie einige jetzt vermuten mögen Sport, sondern auch das Nutzen von kulturellen Angeboten und ein starkes soziales Netz zu pflegen. Denn manchmal ist Ablenkung das einzige, was gegen akuten Stress hilft. Außerdem ist so das Risiko geringer, im Alltagstrott zu versinken.
  • Visualisieren von konkreten Zielen: Wie auch schon in diesem Beitrag angesprochen ist es wichtig, sich konkrete Ziele zu setzen, damit sie greifbarer sind. Außerdem ist es immer hilfreich, sich diese zusätzlich zu visualisieren, z.B. in einem extra Notizbuch dafür oder für Kreative bietet sich in diesem Zusammenhang ein Vision Board an.

Aber dennoch bitte nicht vergessen: Motivation kommt und geht und es ist völlig normal, auch mal ein paar Tage zu haben, an denen man nicht wirklich etwas erledigt bekommt. Wir können nicht konstant 100% geben. Aber hoffentlich helfen die Tipps, die generelle Motivation zu erhöhen beziehungsweise wieder schneller aus Motivationstiefs herauszukommen.